








Sassnitz/Berlin, 23. Juni 2025 – Ein entschlossenes Aktionsbündnis drängt auf die schnelle Umsetzung der Vorpommern-Magistrale. Die Bahnverbindung zwischen Sassnitz und Berlin soll endlich auf 160 km/h ausgebaut werden – ein Versprechen aus dem Jahr 2023, das bisher unerfüllt blieb. Derzeit ist die Strecke nur mit 120 km/h befahrbar.
Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind Bürgermeister, Wirtschaftsvertreter und Mitglieder des Aktionsbündnisses heute mit einem Sonderzug auf dem Weg nach Berlin. Auch die Landräte Vorpommerns begleiten die Fahrt symbolisch auf einigen Etappen. Nach einer Demonstration vor dem Kanzleramt ist am späten Nachmittag ein Gespräch mit Vertretern der Bundesregierung geplant.
„Wir erwarten von der neuen Regierung, dass sie die Zusage der alten Regierung einhält und die seit 1863 bestehende Vorpommern-Magistrale endlich saniert und modernisiert“, so Günther Jikeli, Sprecher des Aktionsbündnisses. Die klare Erwartung: Die Finanzierung in Höhe von geschätzten 500 Millionen Euro muss im Haushalt 2025 gesichert und unverzüglich mit der Planung begonnen werden. Das Bündnis schlägt vor, die Mittel aus dem Bestandsnetz der Deutschen Bahn oder dem 500 Milliarden Euro schweren Infrastruktursondervermögen zu entnehmen.
Die Kosten für den Konferenzwagen des Lausitzer Dampflok-Clubs, rund 9.600 Euro, werden von den beteiligten Kommunen und Initiatoren getragen. Mitreisende Vertreter des Fährhafens Sassnitz-Mukran (Mukran Port) unterstreichen die Bedeutung der Magistrale: „Sie ist ein entscheidender Hebel für den Hafen – sowohl für den internationalen Güterumschlag als auch für die touristische Erschließung der Insel Rügen“, so Hafenchef Henry Forster.
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